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Ich habe es mal geschafft, ein bissel nach meinen Kurzgeschichten zu suchen und habe sogar eine gefunden. Das ist sogar die aktuellste von allen. Wenn ich die anderen auch noch habe, dann stelle ich die natürlich auch rein.


Sekunden

Der Schnee fällt und der wind pfeift durch die kahlen Äste der wenigen Bäume Frankfurt/Mains. Es ist Mitte November und die Wolken hängen bleischwer zwischen der herbstgrauen Skyline der Innenstadt. Im Moment des ersten Anzeichens von Dämmerung fällt ein Lichtstrahl in eine Wohnung dieses Gebietes.
Gestresst von der Arbeit betritt Stephan sein kleines Heim. Während die Wohnungstür ins Schloss fällt geht er in Richtung Wohnzimmer. Dort angekommen setzt er sich auf sein Bett. „Ich sollte echt einmal wieder mein Schlafzimmer aufräumen!“ Er steht auf und geht drei Schritte bis er bei seinem Schreibtisch ankommt. „Und mein Arbeitszimmer wäre auch wieder fällig!“
Stephan schüttelt nur den Kopf, stellt seine Tasche ab und geht in die Küche, um sich etwas Essbares zu suchen. Er macht den Kühlschrank auf, schaut sich in ihm um und nimmt sich schließlich die letzte Flasche Bier heraus.
Nach dem Schließen des Kühlschrankes geht er zurück in das Wohnzimmer und schaltet den Fernseher ein. „Auf keinem Sender ist etwas anständiges zu sehen. Jeden Abend das gleiche!“
Er schaltet das Fernsehgerät wieder aus, stellt das Bier zur Seite und legt sich auf sein Bett. „Die Decke könnte auch einmal einen neuen Anstrich vertragen!“ Gelangweilt dreht er sich zur Seite und schaut sich in seinem kleinen Zimmer um. Stephan sieht nur eine Menge von nutzlosem Zeug und entschließt sich etwas frische Luft zu schnappen.
Er geht auf den Balkon und betritt eine steril wirkende und kalte Umgebung. „So eine unerträgliche Kälte! Und dunkel ist es auch schon. Dabei ist es gerade 18.11 Uhr!“ Nach seinem Entschluss ins Warme zu gehen schließt er auch schon die Balkontür hinter sich und geht zurück zum Bett.
Er setzt sich, lehnt sich zurück und schließt seine Augen. Und in diesem Augenblick klingelt es an der Tür. Stephan zuckt leicht zusammen. „Wer das wohl schon wieder ist?“ Er steht auf und geht zur Tür.
Nachdem er sie öffnet wird er von zwei guten Bekannten begrüßt, den schönsten blauen Augen die er kennt. Für wenige Sekunden stockt ihm der Atem, klopft ihm das Herz bis zum Hals! Ihm wird richtig warm und er kann sich nur schwer von den stahlblauen Schönheiten lösen. Doch schließlich gelingt es ihm und er kann seinen Gast begrüßen. „Hallo. Schön, dass du da bist!“ Er lächelt leicht.

„Das ist der schönste Augenblick des Tages!“

(M.D. November 2005)



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